Totenfrau

Cover Totenfrau Bernhard Aichner btbVor einigen Wochen habe ich ihn in einem Café getroffen, um ihn zu porträtieren – ich: Journalistin, er: angehender Bestsellerautor. Vor wenigen Tagen nun ist das Buch erschienen, das Bernhard Aichner total kribbelig und aufgeregt sein ließ: „Totenfrau“, ein Thriller, in dem die Protagonistin zum eiskalten Racheengel wird, als sich herausstellt, dass ihr Mann ermordet wurde.
„Totenfrau“ ist wohl das, was man einen programmierten Bestseller nennt: Das Buch ist Spitzentitel im Frühjahrsprogramm des renommierten btb Verlags, Startauflage 50.000 Stück, Übersetzungsrechte bereits in x Länder verkauft, eine Hörbuchfassung gibt es auch, und einer Verfilmung steht quasi nichts mehr im Wege. Bernhard Aichner ist also dabei abzuheben. Er hat lange & intensiv darauf hingearbeitet.
Bernhard Aichner und ich kennen uns schon lange, genau genommen noch aus der Studienzeit. WG-Leben, Stiegenhaus- und Hinterhoffeste, ellenlange Diskussionen, die Gläser tief und Träume bis zum Abwinken. Lang, lang ist es her. Doch „Totenfrau“ hat mich dazu gebracht, zurückzublicken. So manche meiner Visionen ist auf der Strecke geblieben, so manche habe ich in die Schublade verbannt. Aber es gibt auch die Träume, die in Erfüllung gegangen sind. Etwa der, als Journalistin zu arbeiten, als Autorin. Auch bei mir ist im Grunde das Schreiben der rote Faden.
Dass Bernhard Aichner jetzt einen Bestseller vorlegt, das ist das Ergebnis eines Herzenswunschs, eines Traums, den er nie aus den Augen verloren hat. Das ist wunderbar. Und deshalb ist „Totenfrau“ mein Buch des Monats März.

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der BuchBlogParade „12 Bücher in 12 Monaten“, zu der die Journalistin und Autorin Eva Maria Nielsen aufgerufen hat. Ein Mal pro Monat – und zwar immer am 12. – präsentieren die TeilnehmerInnen dieser Blogparade ihr persönliches Buch des Monats. Bernhard Aichners „Totenfrau“ ist mein Buch des Monats März! Wer aller dabei ist, ist hier zu finden.

 

2 Gedanken zu „Totenfrau

  1. Eva Maria Nielsen

    Danke für diese persönliche Rezension. Und du kannst sicher sein, dass ich das Buch lesen werde. Ich bin einfach neugierig geworden: auf den Plot, das Gruseln und den Autor. Menschen, die sich einen Traum erfüllen, berühren mich immer ganz tief drinnen. Danke!

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    1. Susanne Gurschler Artikelautor

      Liebe Eva Maria,
      Rezension ist es ja keine, 🙂 Aber ich denke, das muss es auch nicht sein. Es gibt immer wieder unterschiedliche Gründe, weswegen ein Buch für einen von Bedeutung ist. Bernhards Buch hat mich angeregt, darüber nachzudenken, welche großen Träume ich einmal hatte, welche in Erfüllung gegangen sind, welche nicht – und welche noch der Erfüllung harren.

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